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Atemilehrgang und Danverleihung in Littfeld

Artikel am 29.03.10 an das Ju-Jutsu Journal


 
 
58 Lehrgangsteilnehmer gehen am 13.März neue Wege.Thomas Stommel weiß wohin.
 
Heute hat ihm Landeslehrwart Wolfgang Kroel im Auftrag des NWJJV für seine jahrelange, engagierte Arbeit als Sportfunktionär und für seine Tätigkeit als Frauenreferent NRW, die bundesweit Maßstäbe setzt, aber auch für seine innovativen Lehrgänge, die ihn auch auf der technischen Arbeitstagung des NWJJV zu einem gefragten Referenten gemacht haben,  den vierten Dan Ju-Jutsu verliehen.


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Sonst kennt man Thomas als Boden- und Wurfspezialisten, heute sind Atemitechniken unter Berücksichtigung der Biomechanik das Thema.
 
Wir lernen, daß Ju-Jutsu im Grunde angewandte Physik ist, jede Aktion erzeugt eine Reaktion, die für die folgende eigene Aktion berücksichtigt werden muß, wenn man eine Kombination von Atemitechniken sinnvoll aufbauen möchte.
 
Thomas demonstriert eindrucksvoll und beneidenswert präzise, wie exakt sich ein Gegner mit der richtigen Intensität und Plazierung von Atemitechniken steuern und für die nächste Technik aufstellen lässt.
Einerseits ist Thomas dadurch  für Gegenangriffe schlecht oder gar nicht erreichbar und andererseits verändert er mit seinen Treffern
die Bewegung und die Position seines  Gegenübers, um optimale Reichweite und Trefferflächen für die nächste Technik zu schaffen.   

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Das können die Teilnehmer beinahe besser hören als sehen, weil einige kombinierte Schläge ähnlich einem musikalischen Akkord sehr schnell aufeinanderfolgen.
Dazwischen kommt immer wieder ein dumpfer Ton. Ein Tiefschutz klingt nun einmal anders als ein Muskel. Eine kleine  Disharmonie, die unerwartet kommt und daher immer wieder für Lacher sorgt.

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Wir erfahren dabei, was es bedeutet, bei der Ausführung einer Atemitechnik die Erdschwerkraft miteinzubeziehen.Thomas erreicht dies, indem er mit einer zur Schlagausführung harmonischen Bewegung den eigenen Körperschwerpunkt absenkt.
Einssein mit der Schwerkraft heisst das Prinzip, das dem zugrunde liegt.  
 
Es fällt auf, dass die hier anwesenden jüngeren, weniger trainingserfahreneren Lehrgangsteilnehmer mit der Umsetzung der gezeigten Kombinationen leichter zurecht kommen, als die höher graduierten Teilnehmer, in denen sich früher gelernte Bewegungsabläufe stärker gefestigt haben.
 
Auch wenn die Komplexität der gezeigten Kombinationen viele Teilnehmer an ihre Grenzen heranführt, vor allem gegen Ende des Lehrganges, nehmen alle etwas mit nach Hause . Es sind  jede Menge Spaß und der Denkanstoss, die eigenen, eingeschliffenen Bewegungen und  Atemikombinationen kritisch zu überdenken und deren Wechselwirkung mit dem Körper des Trainingspartners und im Ernstfall mit dem des Gegners in deren Auswahl und Ausführung miteinzubeziehen. 
 
 
Christoph Skobel,
Dokan Hagen,
 
 
 
 
 
 
 
 
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