Atemi und Pratzenarbeit: Ralf Lersch 5.DAN beim Dokan Hagen
28.November, Regen und kalter Wind, der Wille zum Sport hält und er wird sich lohnen für die 40 Lehrgangsteilnehmer. Wer Ralf kennt, weiß, daß einem bei seinen Lehrgängen garantiert nicht kalt wird.
Atemitechmiken sind komplexe Bewegungsabläufe. Wer das nicht glaubt, wird von Ralf schnell eines besseren belehrt.
Es sind die Kleinigkeiten, zum Beispiel das eigene Gewicht auf den Vorderfuß zu verlagern, die den Unterschied zwischen schwachen und starken Kicks und Punches ausmachen. 

Die Ju-Jutsu-Sprache wird internationaler. Ralf zeigt uns Low-Kicks, Midi-Kicks und High-Kicks und spart dabei nicht mit anschaulichen Beispielen : der Schwertkämpfer, der ein Bambusrohr mit dem Katana in schrägem Winkel teilt, das ist auch der richtige Winkel für den Low-Kick.
Wir sehen Anleitungen für den Anfänger, richtungsweisendes für Übungsleiter, den richtigen Weg zu Drills mit Atemitechniken. Was beim Malen nach Zahlen funktioniert, klappt auch mit Atemitechniken, fertig ist der Drill. Auf Ralfs Kommando wird es laut, die Teilnehmer geben alles.
Ralf zeigt uns, daß die Basis für ein gutes Distanz- und Körpergefühl, ohne das Atemitechniken schwach bleiben, die Arbeit mit Objekten ist, die uns darauf vorbereiten, wie sich ein Schlag anfühlt, wenn wir treffen. Das kann bei vorsichtiger Ausführung der Kopf des Partners sein, eine Weichbodenmatte, auf die mit Kreide Vitalpunkte gezeichnet sind, ein Sandsack oder unterschiedliche Pratzen und Body Shields. Das Gefühl, das wir beim Treffen haben, ist unsere Erfolgskontrolle.
Ralf weist darauf hin, daß Atemitechniken bei Ju-Jutsu-Kombinationen in ihrer Ausführung oft vernachlässigt werden. Was auf einer Kyu- oder Danprüfung Punkte kostet, kann in einer Selbstverteidigungssituation fatal enden. Entschlossenheit und Dynamik, von Ralf mit zwei rechten Händen und zwei rechten Füßen eindrucksvoll demonstriert, sind hier der Schlüssel zum Erfolg.
Ralf ist zufrieden mit uns, alle sind bis zum Schluß konzentriert und aktiv bei der Sache geblieben und an ihre Grenzen gegangen. Der Lehrgang ist vorbei und keiner friert.
Christoph Skobel, Dokan Hagen
